Nahaufnahme eines Pferdes das Heu aus einer Heuraufe frisst

Kosten sparen und Futter schützen: Futterstationen für die Weide

In der Weidewirtschaft kommt es auf effizientes Futtermanagement an. Gerade bei Großtieren wie Pferden und Rindern kann die Menge an Futter schnell ins Geld gehen – vor allem, wenn es ungenutzt im Matsch landet oder vom Wind verweht wird. Eine gute Futterstation hilft dabei, das Futter optimal zu schützen und gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten. Doch welche Modelle eignen sich wirklich? Und worauf sollte man achten, um die Investition langfristig zu sichern?


Warum eine Futterstation auf der Weide unverzichtbar ist

Großtiere benötigen auf der Weide eine zuverlässige Versorgung mit Raufutter, vor allem in den Monaten, in denen die Grasnarbe strapaziert ist oder das natürliche Futterangebot nicht ausreicht. Doch das Futter direkt auf den Boden zu legen, führt nicht nur zu Verlusten, sondern auch zu gesundheitlichen Risiken. Feuchtigkeit, Verschmutzung und Trittbelastung machen das Heu unbrauchbar und fördern Schimmelbildung.

Eine durchdachte Futterstation schützt das Futter zuverlässig vor Verunreinigungen und Witterungseinflüssen. Zudem kann sie dabei helfen, die Futteraufnahme gleichmäßig zu verteilen, was besonders bei rangniedrigeren Tieren Stress reduziert.

Zwei Pferde stehen auf einer Weide und fressen Heu aus einer Heuraufe

Wie die richtige Futterstation Kosten spart

Die Anschaffung einer Futterstation mag auf den ersten Blick teuer wirken, doch langfristig lohnt sich die Investition. Denn jedes Kilogramm Heu, das vor Verunreinigung bewahrt wird, spart bares Geld. Einige Modelle bieten zudem die Möglichkeit, die Futtermenge genau zu dosieren und so Futterverschwendung zu vermeiden.

Die Auswahl des richtigen Modells hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  1. Tiergröße und -anzahl: Eine Station für Pferde sollte ausreichend Platz bieten, damit alle Tiere gleichzeitig fressen können, ohne sich zu drängeln.

  2. Material und Verarbeitung: Verzinkter Stahl oder witterungsbeständiges Holz sind besonders langlebig.

  3. Standfestigkeit: Vor allem bei unebenem Gelände sollte die Konstruktion stabil und sicher verankert sein.

Beliebte Modelle im Überblick

Modelltyp Vorteile Nachteile
Rundraufen Gleichmäßige Futterverteilung, ideal für Gruppenhaltung Schwer zu transportieren
Rechteckige Futterraufen Kompakte Bauweise, einfach zu befüllen Weniger Fressplätze bei großen Herden
Mobile Futterstationen Flexibel einsetzbar, ideal bei wechselnden Weideflächen Weniger stabil bei starkem Wind

Tipps für die richtige Platzierung auf der Weide

Die Position der Futterstation beeinflusst nicht nur die Fressqualität, sondern auch die Bodenschonung. Es empfiehlt sich, die Station auf festem Untergrund zu platzieren, damit keine tiefen Trittspuren entstehen. Zusätzlich kann eine mobile Station helfen, die Weideflächen gleichmäßig zu nutzen.

Achten Sie auch darauf, die Station vor Wind zu schützen, indem sie in natürlichem Windschatten platziert wird. So bleibt das Futter länger sauber und trocken.

Selbstbau oder Fertigkauf: Was lohnt sich mehr?

Wer handwerklich begabt ist, kann eine Futterstation auch selbst bauen. Das spart nicht nur Kosten, sondern ermöglicht auch eine individuelle Anpassung an die Weidebedingungen. Wichtig ist hierbei, robuste Materialien zu wählen und die Konstruktion so zu gestalten, dass sich keine Tiere verletzen können.

Fertigmodelle sind dagegen meist aus hochwertigen, witterungsbeständigen Materialien gefertigt und bieten durchdachte Fressgitter, die Futterreste minimieren. Gerade bei größeren Herden oder anspruchsvollen Weidebedingungen lohnt sich die Investition in ein solides Modell.

Wartung und Pflege: So bleibt die Futterstation langlebig

Regelmäßige Reinigung verhindert, dass sich Schmutz und Bakterien ansammeln. Es reicht oft aus, die Raufen gelegentlich mit Wasser abzuspülen und trocken zu halten. Außerdem sollte die Konstruktion einmal im Jahr auf Rost, Bruchstellen oder lockere Verbindungen geprüft werden.

Verwenden Sie möglichst rostfreie Schrauben und wetterfeste Lackierungen, um die Lebensdauer zu verlängern. Insbesondere bei Modellen aus Holz ist eine regelmäßige Behandlung mit schützenden Lasuren sinnvoll.

Praktische Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer

Um die Lebensdauer Ihrer Futterstation zu maximieren, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Auch robuste Modelle können durch Witterungseinflüsse und tägliche Nutzung verschleißen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen bleiben sie jedoch lange funktionstüchtig und sicher:

  1. Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie die Futterstation mindestens einmal im Monat auf lose Schrauben, Risse oder Roststellen.

  2. Reinigung und Pflege: Entfernen Sie regelmäßig Futterreste und Schmutz, um die Bildung von Schimmel und Bakterien zu vermeiden. Ein kräftiger Wasserstrahl reicht oft aus.

  3. Witterungsschutz erneuern: Bei Holzmodellen ist es sinnvoll, die Oberflächen alle zwei Jahre neu zu lasieren oder zu ölen. So bleibt das Material widerstandsfähig gegen Regen und Feuchtigkeit.

  4. Standort anpassen: Wechseln Sie bei mobilen Modellen gelegentlich die Position, um die Grasnarbe zu schonen und die Weide gleichmäßig zu belasten.

  5. Kleine Reparaturen sofort erledigen: Risse im Holz oder lockere Verbindungen sollten sofort behoben werden, um größere Schäden zu vermeiden.

Mit diesen Maßnahmen sorgen Sie dafür, dass Ihre Futterstation nicht nur stabil bleibt, sondern auch langfristig ihren Zweck erfüllt – und das bei möglichst geringen Instandhaltungskosten.

drei Pferde stehen auf der Koppel und fressen Heu aus einer Heuraufe

Checkliste: Die perfekte Futterstation für die Weidewirtschaft

Checkliste: Futterstation für die Weidewirtschaft
Ist die Futterstation stabil und standsicher?
Wurde ein witterungsbeständiges Material gewählt?
Bietet die Station genügend Fressplätze für alle Tiere?
Ist die Konstruktion frei von scharfen Kanten oder Verletzungsgefahren?
Lässt sich die Futterstation leicht reinigen und pflegen?
Schützt die Konstruktion das Futter zuverlässig vor Wind und Regen?
Wurde die Station auf festem, trittfestem Boden platziert?
Gibt es eine Möglichkeit zur flexiblen Standortverlagerung?
Sind alle Verbindungen und Schrauben rostfrei und sicher befestigt?
Wurde eine regelmäßige Wartungsroutine eingeplant?

Kluge Investition in eine nachhaltige Fütterung

Wer in eine durchdachte Futterstation investiert, spart nicht nur laufende Kosten, sondern schützt auch die Gesundheit der Tiere und die Weidefläche. Ob Rundraufe, rechteckige Futterraufe oder eine mobile Lösung – die richtige Wahl hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Mit einer robusten und gut platzierten Station bleibt das Futter sauber, trocken und jederzeit verfügbar.

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